Minimalismus (2) – Mindset verändern

Was soll denn ein Minimalismus Mindset sein? Ok, ich erklär dir was ich darunter verstehe und warum es für mich so wichtig ist. Und natürlich warum es für dich wichtig ist  🙂

Seit ich angefangen habe all mein Zeug zu sortieren und deutlich zu reduzieren hat sich meine Denkweise zum Thema Besitz drastisch verändert. Mein Mindset hat sich hin zu mehr Raum verändert. Mehr Raum in meinem Wohnumfeld und natürlich auch mehr Raum in mir.

Zuerst kam die Frage: Was brauche ich wirklich?

Also fing ich total motiviert an den ersten Schrank bzw. die erste Kategorie in Angriff zu nehmen. Ich baute alle meine Plastik Behälter vor mir auf. Und ich sage dir – das waren eine Menge!  Als nächstes stellte ich mir die Frage, was davon benutze ich tatsächlich?  Da kamen schon mal viele Behälter in die Spenden Box.  Gerade hab ich mich auch damit beschäftigt wieviel Schadstoffe von diesen Behältern in die Lebensmittel die darin aufbewahrt werden gelangt und so war es für mich auch keine Option mehr weiterhin Essen in Plastik aufzubewahren. Hmmm, das Ergebnis ist, das nahezu alle Behälter in die Spenden Box gewandert sind.

In meinen Schränken sind jetzt wunderschöne Glasbehälter und alles ist übersichtlich geordnet. Auch die Menge der Lebensmittel hat sich erheblich reduziert. Endlich weiß ich wieder genau, was wo ist.

Für jeden ist die Menge dessen was wirklich gebraucht wird unterschiedlich. Finde deine Wohlfühlzone. Ich habe für mich festgestellt, dass ich keine 5 Duschprodukte brauche, sondern viel mehr Freude mit einer guten Seife habe.

Bei anderen Dingen bin ich über die Frage

Liebe ich es?

gestolpert. Da war mein altes Nudelsieb. An sich noch gut in Schuss und seit vielen Jahren im Gebrauch. Allerdings hing daran eine alte nicht besonders schöne Erinnerung auf die ich nicht näher eingehen möchte. Bei jedem Gebrauch kam der Gedanke daran wieder zum Vorschein. Ok, keine Ahnung warum es so lange in meinem Besitz geblieben ist. Jetzt habe ich ein richtig schönes Edelstahlsieb und freue mich bei jedem Gebrauch daran. Das olle Ding endlich zu entsorgen hat ein Kapitel das ich längst für abgeschlossen hielt dann auch tatsächlich beendet.

Loslassen ist sooooooo gut!

Dinge die zwar noch ihre Funktion erfüllen, die ich aber entweder nicht mag oder die einfach hässlich sind tausche ich jetzt konsequent gegen Dinge aus, die meinem Wunsch nach Design und Ästhetik entsprechen. (natürlich nur, wenn ich sie auch nutze bzw. brauche) Dazu habe ich mir auch genau überlegt, welche Farben in welchem Raum verwendet werden und auch welche Materialien ich schön finde. Ich mag Edelstahl, Glas und Holz in meiner Einrichtung und dazu natürliche ruhige Farben. Kreiere deinen eigenen Stil.

Sich nur mit Dingen zu umgeben die ich mag gibt mir das Gefühl zu Hause zu sein und vor allem Raum zum Leben / Erleben zu haben.

Die beiden Fragen  (Brauche bzw. Liebe ich es?) haben bei mir ein völlig neues Konsum- bzw. nicht Konsumverhalten  erzeugt. Meine letzte Shopping Tour hatte 0 Einkäufe als Ergebnis. Inzwischen spüre ich sogar einen Widerwillen dagegen meine schön leeren Schränke wieder voll zu stopfen. Wenn du wissen willst wie es mit mir und dem Minimalismus anfing, hier ein Artikel dazu.

 

Termine & Events

Nachdem sich mein Mindset im Hinblick auf mein Zeug so sehr verändert hat passiert das auch Stück für Stück in anderen Bereichen. Es wird mir immer wichtiger gut auszuwählen womit ich meinen Kopf füttere. Ich muss und will nicht mehr möglichst viele Veranstaltungen mitnehmen. Keine Pflicht-Termine mehr einfach so abnicken. Ich lerne „nein“ zu sagen. Nein sagen, ohne in die Begründungs-Falle zu tappen und ohne mich für meine Entscheidung zu rechtfertigen.

Ich komme viel leichter zur Ruhe, finde Zeit zum Lesen, Meditieren, Zeit für Yoga und meine kreativen Hobbys. Ich wähle aus, welche Filme ich sehe, welche Bücher ich lese – nur noch das was mir etwas positives gibt. Etwas das mich weiter bringt und glücklich macht. Vielleicht klingt das etwas naiv, aber ich will mich auf die Schönheit konzentrieren und mich nicht mehr von all dem Negativen beeinflussen lassen.

 

Minimalismus Mindset

Jedes Ding das Du besitzt bindet einen kleinen Teil deiner Aufmerksamkeit. Deshalb ist es so befreiend Dinge zu reduzieren und gehen zu lassen. Weniger zu besitzen holt deine Aufmerksamkeit zu dir zurück. (und es verringert die Zeit die du mit putzen verbringst erheblich 🙂 )

Je weniger Dingen ich Aufmerksamkeit gebe, desto freier fühle ich mich und desto klarer kann ich erkennen was ich in meinem Leben haben und vor allem wer ich sein will.

 

Welche Erfahrungen hast Du mit dem Thema gemacht?

Ich freue mich auf jeden Kommentar von euch. Für diejenigen, die Schwierigkeiten mit dem Thema Ordnung und Loslassen haben gebe ich auch Coachings vor Ort oder per skype.

 

2 thoughts on “Minimalismus (2) – Mindset verändern

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