Was ist denn nun ein erfolgreiches Leben?

Ja, was eigentlich ist ein erfolgreiches Leben? Heute hat die alte Formel

  • Viel harte Arbeit = hohes Ansehen = viel Geld = Erfolg

keine echte Gültigkeit mehr.  Wann genau bin ich erfolgreich? Was will ich erlebt, gesehen, getan haben um am Ende meines Lebens zu sagen „Yeah, das war ein geiles, erfolgreiches, echt gelebtes Leben!“ Was bedeute das für mich ganz persönlich? Ist es die Million auf dem Konto, das Buch das ich geschrieben hab, das soziale Ansehen oder noch etwas ganz anderes? Vielleicht sind es die 3 Kinder die Du zu glücklichen Menschen erzogen hast oder der Garten den Du angelegt hast? Was auch immer es ist – finde es unbedingt heraus!

Im letzten Artikel habe ich über den ZDE geschrieben, wenn Du Deinen Lebenszweck kennst ist das schon mal eine gute Ausgangsbasis um ein Leben zu kreieren das zu Dir passt. Ich tue mich ein bisschen schwer damit meine Lebensvision in Worte zu fassen. Aber ohne eine klare Vision von dem Leben, das ich führen möchte brauche ich gar nicht erst los zu gehen. Wohin denn auch?

Ohne eine klare Vision durch das Leben zu stolpern ist in etwa so wie mit einem Segelschiff einfach dem Wind zu folgen. Du weißt nie wo Du ankommen wirst und hast keine Ahnung wo Du Dich gerade befindest und wie lange Deine Reise dauert.

Einfach ne Weile hin und her zu schippern mag ja mal ganz entspannend sein – aber willst Du Dein Leben wirklich richtungslos vertrödeln? Oder willst Du, das es so richtig rockt?

Du (und ich) brauchst eine Vision – wie soll Dein erfolgreiches Leben aussehen?

Für mich funktionieren Bilder am Besten. Probier mal aus, ob es sich für Dich stimmig anfühlt. Ich hab mich dann mal hingesetzt, mit einem Stapel Zeitschriften und erstmal alles ausgeschnitten, was sich gut angefühlt hat. Zu meiner eigenen Überraschung kamen 4 konkret unterscheidbare Themen dabei raus. Es ist eine bunte und doch klare Collage entstanden – so will ich leben!

Wie kannst Du Deine ganz persönliche Vision finden?

Um eine gute und tragfähige Vision zu entwickeln brauchst Du zuerst mal Deinen Startpunkt. Mach eine Bestandsaufnahme Deiner Lebensbereiche.

Startpunkt erkennen

So eine IST-Bestimmung zeigt Dir welche Bereiche Deines Lebens jetzt schon gut laufen, welche Dir überhaupt keine Freude bringen und wo es so lala läuft.

Am einfachsten geht das mit einem Kreisdiagram, Du kannst aber auch jede andere Diagrammform nehmen, die Dir zusagt. Zeichne einen Kreis auf ein Blatt Papier und ziehe 6-8 Linien von der Kreis-Mitte aus zum Rand. Jede dieser Linien stellt einen Lebensbereich dar. (Beruf, Familie, Wohnsituation, Gesundheit, Spiritualität, Freunde, Partnerschaft, Reisen – das sind meine 8 Bereiche – Benenne die einzelnen Linien nach Deinen persönlichen wichtigen Lebensbereichen). Teile die Linien in 6 Abschnitte.

Jetzt mach Dir zu jedem einzelnen Abschnitt Gedanken wieviel Punkte Du hier vergeben kannst (6 = total unbefriedigend bis 1 = läuft wie ich es mir immer erträumt hab – Schulnoten) und markiere die Punktzahl auf den Speichen Deines Rads.

So, ich schätze Deines läuft auch nicht wirklich rund?

Nimm Dir Zeit um Dir für jeden Aspekt die Frage zu beantworten, wie müsste es hier aussehen, damit der Bereich eine 1 erreichen könnte? (Bitte schreib es auf, wir kommen später noch darauf zurück).

Welcher Aspekt hat am schlechtesten abgeschnitten? Da liegt Dein erstes Ziel!

 

Ziel formulieren

Als ich anfing meine Ziele zu formulieren klang das in etwa so:

Bis Übermorgen sehr viel abnehmen……

Logisch, das dass nie geklappt hat. Ein Ziel das so ausgedrückt wird ist schon zum Scheitern verurteilt. Warum? Ganz einfach – es ist unrealistisch Terminiert, negativ formuliert und nicht messbar.

Inzwischen klingt das gleiche Ziel bei mir so:

Am 31.12.2016 wiege ich xx kg

Also: formulier Deine Ziele positiv – damit meine ich, beschreibe was Du erreichen willst und nicht das was Du nicht mehr haben möchtest. In meinem Beispiel ist das ein bestimmtes Gewicht.

Bestimme einen festen Termin (nicht in ewiger Entfernung und nicht zu kurzfristig) Denk dabei auch an Urlaub, Krankheit und Deinen ganz normalen Alltags-Wahnsinn.

Dein Ziel braucht einen messbaren „Wert“, etwas woran Du genau erkennen kannst, jetzt ist das Ziel erreicht. (Z.B. ein bestimmtes Gewicht, die Eröffnung Deiner Ausstellung, Dein erster Workshop … eben das was Dein Herz höher schlagen lässt)

Jetzt kommt die Preisfrage: Stimmt Dein Ziel mit Deinen Werten überein und welchen Nutzen hat es für die Anderen?

Ziele die mit Deinem Wertesystem übereinstimmen lassen sich viel viel leichter realisieren. Du hörst nämlich auf Dich auf dem Weg selbst zu sabotieren. Ähnlich ist es mit der Frage, ob Dein Ziel auch Anderen dient. Gemeinschaftssinn ist in den meisten von uns tief verankert. Ziele die allen etwas bringen werden somit auch von vielen mitgetragen und sind schneller zu verwirklichen. (Und es fühlt sich auch irgendwie viel geiler an – nicht nur egoistisch rum zu krautern sondern echt was zu bewegen)

Bei dem Ziel im Beispiel ist es so, dass es dabei darum geht die eigene Gesundheit (wieder) herzustellen um dann mit ganz neuem Power für die Familie/Arbeit/Ziele da zu sein.

Vision gestalten

Jetzt wird es Zeit zu träumen! Such Dir einen ruhigen Ort, leg wenn Du magst leise Musik auf und stell Dir vor Du hast Dein Ziel erreicht. Versuch es möglichst umfassend zu erspüren. Wie fühlst Du Dich? Was hast Du an? Wo genau bist Du? Wer ist dabei usw. Jedes Detail ist wichtig. Wonach riecht es, was hörst Du ….

Spiel die Szene mehrmals durch – am Besten jeden Morgen nach dem Aufwachen und jeden Abend bevor Du einschläfst.

Dadurch entsteht eine Spannung zwischen Deinem IST-Zustand und Deinem Ziel. Um diese Spannung aufzulösen wird Dein Unterbewusstsein Dich in die richtige Richtung „schubsen“

Wenn Du Lust hast setz Dich hin, nimm all Deine alten Zeitschriften (ha, erwischt – Du hast also auch einen solchen Stapel …..) und schneide alles aus, was für Dein Ziel steht. Mach eine Collage – Bilder bleiben einfach besser im Kopf. Du kannst für jedes Deiner Ziele eine einzelne Collage machen – mir liegt es eher ein Gesamtbild meines zukünftigen Lebens zu machen. Etwas was mich beim Anschauen lächeln lässt.

Dafür sind Deine Notizen zum Diagram prima – nimm sie dazu und kreiere für jeden Bereich Deine persönliche 1. Wenn Du beim Betrachten Deiner Lebens-Collage denkst: „Wow, ja, ja, ja das will ich! und es sich durch und durch richtig anfühlt, dann hast Du Deine ganz eigene Lebenswelt erschaffen.

Das ist keine Spinnerei – das ist Dein Lebensentwurf und Du kannst ihn lebendig werden lassen. Wenn es mir gelingt jeden Tag ein Stückchen näher an meine Vision zu kommen, dann schaffst Du das auch.

In meinem nächsten Artikel schreibe ich darüber, wie Du vom Träumen ins Realisieren kommst. Denn, sorry, von Planen und Träumen und Wünschen bist Du noch keinen Schritt näher an Dein Ziel gekommen. Du musst schon Deinen A…… bewegen und für Deine Ziele arbeiten. Aber keine Panik, es wird Dir so richtig richtig Spaß machen, versprochen!

Denn jetzt hast Du eine Vision, etwas wofür Du brennst und für das es sich lohnt jeden Morgen aufzustehen.

Was es ganz genau für Dich bedeutet ein erfolgreiches Leben zu führen ? – das weisst nur Du selbst.

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